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In China ist ein Sack Reis umgefallen
Mitten in PekingAuf dem Sanyuanli-Markt ist es passiert. Und es muss ruckartig gewesen sein. Aber niemand macht sich die Mühe, den Sack Reis wieder aufzustellen.
Gelangweilt blickt die Händlerin auf. „Ja“, sagt sie. Sie verkaufe Duftreis aus Thailand, Jasminreis habe sie auch, gelblichen Ganzkornreis, gewöhnlichen Rundkornreis aus der Provinz Liaoning und zwei Sorten, die schon arg verstümmelt aussehen.
Es gebe Klebereis und dann Reis in kleinen Plastiktüten, zusammengemischt mit Bohnen und unterschiedlichen Getreidearten für „Acht Köstlichkeiten“, eine unter Chinesen gerade in den Wintermonaten sehr beliebte Nachspeise. Dass auch der Boden vor ihrem Stand voller Reiskörner ist, scheint die Händlerin nicht weiter zu stören.
In China ist ein Sack Reis umgefallen. Den vielen Reiskörnern nach zu urteilen, die ziemlich großflächig um den Sack herum liegen, als seien sie im hohen Bogen dorthin geschleudert worden, muss derselbe ruckartig umgekippt sein. Mitten in Peking auf dem Sanyuanli-Markt. Und niemand macht sich die Mühe, das 10-Kilo-Behältnis mit dem bereits herausrieselnden Reis wieder aufzustellen.
Auch die junge Verkäuferin hinter dem Reisstand nicht. Sie hat ohnehin auch die Reste und das Einweggeschirr ihres Mittagessens auf den Boden geworfen. Da fällt der umgefallene Reissack gar nicht weiter auf.
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